Das Neue Normal im Arbeitsalltag

by Marketing Team in Recruitment Trends — April 2021
Thomas Zembacher, Managing Director von Talentor Austria, im Interview über Arbeitsweisen im neuen Alltag, Tipps für Führungskräfte oder Arbeiten mit Remote-Teams.

Wie hat sich die Arbeitsweise in Pharmaunternehmen durch Corona verändert? Was wird von diesen Veränderungen nach der Pandemie bleiben?

Die Art und Weise wie Arbeit organisiert und auch durchgeführt wird, hat sich in manchen Bereichen massiv verändert. Das sogenannte „hybride“ Arbeiten ist mittlerweile zum Standard geworden und ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung. Dazu muss man sagen, dass gerade Pharmabetriebe in manchen Bereichen schon sehr fortgeschritten sind: digitaler Angebots- und Rechnungslauf, Procurement und Supply Chain bzw. auch Budgetierung mit Unterstützung der KI. Für Sales & Marketing hat Corona aber einen zusätzlichen massiven Digitalisierungsschub gebracht. Vor allem bei der Ansprache der Zielgruppen, weil der persönliche Zugang zu den Health Care Professionals nicht mehr möglich war.

Wir gehen auch davon aus, dass diese Veränderungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können. D.h. bestimmte Fähigkeiten, wie kognitive Agilität, Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit werden für die berufliche Zukunft immer wichtiger.

Bestimmte Fähigkeiten, wie kognitive Agilität, Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit werden für die berufliche Zukunft immer wichtiger.

Wie geht es den Führungskräften damit? Bzw. was sind Ihre Tipps für Führungskräfte zum Umgang, mit dem viel zitierten „neuen Normal“?

Im Recruiting gibt es die Erkenntnis: „Hire character, train skills“ damit ist einmal die Basis gelegt für ein konstruktives Miteinander. Führen aus der Distanz erfordert viel Vertrauensarbeit, Transparenz und den Mut, Entscheidungen rasch zu treffen. Wenn ein Leader es dann auch noch schafft sein Team zu inspirieren, dann steht dem gemeinsamen Erfolg nichts mehr im Weg

Wie kann man in Remote-Teams kreativ sein? Wie führt man Remote-Teams? Wie kann man die Zusammenarbeit in Remote-Teams fördern?

Das mag jetzt lächerlich klingen, aber die Grundvoraussetzung ist eine funktionierende Technik mit Breitband Internet, einem ergonomisch richtigen Arbeitsplatz, einer stabilen Software und dann kommt es noch sehr darauf an, dass man als Führungskraft klar und eloquent kommuniziert. Man kann in diesem Zusammenhang gar nicht oft genug betonen, wie wichtig das Vertrauensverhältnis zu dem Team ist. Damit unterstützt man – laut D. Pink -die 3 wesentlichen Faktoren der intrinsischen Motivation jedes Einzelnen: Selbstbestimmung, Perfektion und Sinnerfüllung. Wenn diese Dinge in der Balance sind, dann funktioniert es auch mit der Zusammenarbeit. Die „neue Normalität“ ist auch nichts für Einzelkämpfer. In diesem Setting sind agile Strukturen notwendig sowie die Fähigkeit, in Netzwerken zu denken und zu arbeiten.

Die Interviewantworten erschienen auszugsweise im Magazin Pharmaustria, Ausgabe 01/2021.

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