Executive Search und Recruiting während der Corona Krise

by Marketing Team in— März 2020
Wer bekommt die besten Talente am derzeitigen Arbeitsmarkt? – Alle, die jetzt nicht aufhören, sich darum zu bemühen.

Es ist gespenstisch, wie fest die Corona-Krise unser aller Leben momentan im Griff hat. Situationen, die gestern noch undenkbar schienen, sind heute Realität. Jede Branche sieht sich durch das COVID-19-Virus vor neue Herausforderungen gestellt. Kunden fragen uns, ob es in nächster Zeit genügend starke Führungskräfte am Arbeitsmarkt geben wird. Kandidaten fragen, ob sie in den kommenden Wochen überhaupt die Chance auf einen neuen Job haben. Nicht jede Branche friert in Krisenzeiten ein. Innerhalb der Branchen wird auch nicht jedes Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Krise in gleichem Ausmaß spüren. Was die Wirtschaft jetzt braucht, sind mutige Vordenker, empathische Führungskräfte, gute Strategien und die qualifiziertesten Mitarbeiter.

Zukunftsfaehigkeit

1. Digitalisieren Sie Ihren Recruiting-Prozess

Die Suche nach starken Führungskräften in schwierigen Zeiten mag auf den ersten Blick leichtsinnig wirken. Aber es zeugt von Mut und auch von Entschlossenheit, die Krise mit den bestmöglichen Mitarbeitern bewältigen zu wollen. Heute gibt es bereits zahlreiche Möglichkeiten, den Recruiting-Prozess zu digitalisieren, ohne ihn dabei unpersönlich zu machen. Ein einfaches Beispiel: Videointerviews. Nutzen Sie Microsoft Teams, Zoom oder Hangouts. Unternehmen, die sich jetzt flexibel zeigen und am Ball bleiben, landen auf der Überholspur, da ihre Mitbewerber gerade mit sich selbst beschäftigt sind.

Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.

Erich Kästner

2. Investieren Sie in Ihr Candidate Relationship Management

Machen Sie es attraktiven Kandidaten leicht, indem Sie jetzt schnell und unbürokratisch agieren. Auch administrative Prozesse sind kein Problem mehr – Stichwort digitale Signatur. Selbst das Onboarding neuer Kollegen kann in Zeiten des Social Distancing funktionieren. Und auch wenn Positionen im Recruiting on hold gestellt oder komplett gestoppt werden müssen, verschwinden Sie nicht einfach in der Versenkung. Kommunizieren Sie! Sie können zum Beispiel Follow-ups vereinbaren – die Sie dann auch unbedingt einhalten sollten. Irgendwann brauchen Sie den Kandidaten vielleicht und bis dahin schaffen Sie so eine gute Candidate Experience und bleiben positiv in Erinnerung. Aktuell ist wahrscheinlich genug Zeit für kununu-Bewertungen…

3. Virtuelles Führen: Kommunizieren Sie regelmäßig mit Ihren Mitarbeitern

Und seien Sie dabei so transparent wie möglich. Informieren Sie Ihre bestehenden als auch potenzielle Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen, weitere Schritte und arbeitsrechtliche Themen wie Kurzarbeit oder Pflegefreistellung. Fürsorge, Empathie und Vertrauen sind jetzt zentrale Führungsaufgaben. Ebenso wichtig ist es bei längerfristigem Home-Office, miteinander in Kontakt zu bleiben. Das steigert die Motivation, stärkt den Zusammenhalt und schafft auch bei räumlicher Distanz ein Wir-Gefühl. Unsere Teams tauschen sich in einem täglichen Video-Call aus und sind über Chats permanent in Verbindung. Unternehmenskultur ist auch im Home-Office spürbar.

4. Home-Office: geht doch!

Die Corona-Krise zeigt uns auf, was alles geht, wenn es MUSS. Viele Mitarbeiter erleben gerade, dass der Job, über den ihnen gesagt wurde, dass sie ihn nicht im Home-Office machen können, sehr wohl remote gemacht werden kann. Wir haben 2020 – Leistung sollte nicht an Anwesenheit gekoppelt sein! Junge Talente der Generation Z setzen flexibles Arbeiten voraus. Laut der aktuellen „Recruiting Trends“-Studie des Centre of Human Resources Information Systems würden Vier von Zehn einen Job ohne die Möglichkeit, von Zuhause aus arbeiten zu können, nicht annehmen.

Viele Talentor Länder arbeiten seit Anfang März im Home Office - manche sogar länger - wie unser Partner in China. Das funktioniert gut, da Teleworking und Vertrauensarbeitszeit bei uns Standard sind und die Infrastruktur entsprechend vorbereitet war. Der Kontakt zu unseren Kunden und Kandidaten läuft zwar nicht persönlich, aber dennoch „ganz normal“ weiter, via Telefon, E-Mail oder Video-Chat. Unternehmen, die Telearbeit bis dato vermieden haben, weil sie Kontrollverlust über die Mitarbeiter fürchteten, sind jetzt mehrfach gefordert, neu zu denken, Strukturen für Teleworking zu finden und weg von der Arbeitszeitkontrolle hin zu einer Ergebniskontrolle zu gehen.

Denken Sie dabei auch an die Zeit nach der Krise: Was ist mit all den Talenten, die schon jetzt lieber in Gramatneusiedl oder am Attersee statt in Wien, Graz oder Linz wohnen? Sie gehen den Unternehmen in den Zentren verloren. Firmen, die mobiles Arbeiten anbieten, können aus einem viel größeren Kandidatenpool schöpfen.

5. Employer Branding ist jetzt wichtiger denn je


Auch wenn Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung Angst machen und Ihre Employer Branding-Strategie (inkl. Budget) darunter leidet, sollten Sie nicht auf ihre (potenziellen) Mitarbeiter vergessen. Was Sie tun können, wenn Ihre geplanten Aktivitäten ins Wasser fallen? – Den Fokus auf Online Employer Branding legen. Dieser Shift ist relevanter denn je, um in Zeiten des Social Distancing zumindest digital Nähe herzustellen. Steigern Sie Ihre Brand Awareness:

  • Widmen Sie sich Ihrer Employer Branding-Seite und zeigen Sie Ihren Wunsch-Kandidaten, warum Sie der attraktivste Arbeitgeber Ihrer Branche sind. Nutzen Sie neben Text auch interaktivere Content-Typen wie Videos, Bilder, Grafiken und GIFs.
  • Gewähren Sie Einblicke in die Arbeitsumgebung, lassen Sie das Team und die Führungskraft sprechen. Das ist Ihre Chance, mit zukünftigen Mitarbeitern in Kontakt zu treten!
  • Nicht vergessen: die täglichen Benefits Ihrer Mitarbeiter fallen derzeit weg, während der Workload im Home-Office sich womöglich erhöht. Sofern es im Rahmen Ihrer Möglichkeiten ist, orientieren Sie sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter: Lieferservice- und Netflix-Gutscheine statt Essenszuschüssen oder der eigenen Kantine. Zuschüsse zu den privaten Internetkosten, ein ergonomischer Bürosessel fürs Home-Office... der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten von Social Media, lassen Sie interne „Job-Botschafter" Beiträge posten. Das macht Ihr Employer Branding greifbar und fällt positiv auf.

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wurde im Text nur die männliche Form verwendet, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf https://www.epunkt.com/r/blog/recruiting-corona-krise/.

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